•   Samstag, 19. September 2020
Sex und Beziehungen

Östrogentherapie - für wen?

Die Menopause ist ein Zustand, in dem jede Frau im Alter von etwa 50 Jahren eintritt. Das bedeutet, dass die Fortpflanzungszeit vorbei ist und der Prozess des Alterns und Ruhens der Geschlechtsorgane unwiderruflich begonnen hat. Während der Menopause verlangsamt es die Produktion von Östrogenen, was einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden und die allgemeine körperliche Verfassung und Gesundheit hat. Glücklicherweise können Frauen heute auf eine Östrogenersatztherapie zählen, die die Symptome der laufenden Menopause deutlich reduziert.

Wofür gibt es überhaupt Östrogene?

Es ist zu wissen, dass Östrogene eine sehr wichtige Rolle im Körper einer Frau spielen. Die grundlegenden und bekanntesten von ihnen sind diejenigen, die mit der Funktion der Genitalien und damit mit dem gesamten Menstruationszyklus zusammenhängen. Das ist jedoch nicht alles, was für diese Beziehungen im Körper einer Frau verantwortlich ist. Östrogene spielen auch eine wichtige Rolle für das Funktionieren der Lipidwirtschaft. Sie sind verantwortlich für das Wachstum von "gutem" Cholesterin, d.h. HDL, im Körper und senken gleichzeitig den Gehalt an schlechtem Cholesterin, d.h. LDL. Darüber hinaus bewirken Östrogene auch, dass Cholesterin und Galle viel effizienter aus dem weiblichen Körper ausgeschieden werden. Es ist auch wichtig, den Kalziumhaushalt zu regulieren, was für die Prävention der Osteoporose sehr wichtig ist. Darüber hinaus wirken Östrogene auch im Dienste von Knochen und Knorpel und stimulieren deren Wachstum.

Was ist eine Östrogentherapie?

Die Behandlung mit Östrogenen wird als Hormonersatztherapie (HTZ) bezeichnet. Wie Sie leicht erraten können, basiert es auf der externen Verabreichung von Östrogenen, die im alternden weiblichen Körper nicht ausreichen. Zu den Wechseljahrsbeschwerden bei Frauen gehören unter anderem charakteristische plötzliche Hitzewallungen und periodische Kopfschmerzen. Unter den stimmungsbedingten Symptomen beklagen sich Frauen vor allem über eine erhöhte Reizbarkeit, die sich in Wut oder Weinen manifestiert. Charakteristisch für die Menopause ist bei körperlichen Beschwerden die vaginale Trockenheit oder gar Atrophie, d.h. eine Situation, in der das Epithel der Vaginalschleimhaut zu verschwinden beginnt.

Hormonersatztherapie - gut oder schlecht?

Es ist erwähnenswert, dass die Hormonersatztherapie mit Östrogenen Atherosklerose, arterielle Hypertonie und Fettleibigkeit verhindert, aber damit dies geschehen kann, muss es eine Reihe von Faktoren geben, darunter vor allem das Alter des Patienten und die Frage, ob es einige chronische Krankheiten heilt. Wie bei jeder Art von Behandlung kann die Östrogentherapie auch einige Nebenwirkungen haben, aber um dies zu vermeiden, muss der Patient ständig von einem Arzt betreut werden, der nicht nur die Dosis der Hormone, sondern auch die Art und Weise ihrer Verabreichung wählt. In der Östrogentherapie ist es äußerst wichtig, dass die Therapie relativ früh begonnen wird, d.h. wenn die ersten Anzeichen der Menopause auftreten. Je später die Therapie beginnt, desto höher ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Praxis zeigt auch, dass die Einnahme von Hormonen in Form von Tabletten anstelle von auf der Haut haftenden Pflastern viel unkomplizierter und effektiver ist.

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